Die spanischen Geschäftsleute wurden befreit

Nach 373 Tagen Gefangenschaft in der Pankissi-Schlucht wurden die zwei spanischen Geschäftsleute am 8. Dezember spät in der Nacht befreit. Die Mitarbeiter des georgischen Sicherheitsministeriums holten sie in der Stadt Telawi (Kachetien) ab. Wie üblich geben die georgischen Rechtsschützer im Interesse der Untersuchungen die Namen der Entführer nicht preis. Wie die spanischen Medien laut Kommentare der Verwandten der Entführten berichteten, wurde die Befreiung erst nach Zahlung des Lösegeldes möglich, wobei die Verwandten im voraus ungefähr USD 300.000 und später nochmals USD 250.000 den Entführern bezahlt hatten. Die Spanier, Luis Treminio und Francisco Rodrigez haben bereits die ersten Aussagen bei der Tbiliser Staatsanwaltschaft gemacht. Sie erklärten, daß sie unter sehr schlechten Bedingungen gelitten hatten. Laut Staatsanwaltschaft sind sie nicht verkrüppelt, sie wurden nicht geschlagen oder gefoltert.

Im Laufe des Jahres waren die Vertreter des spanischen Außenministeriums mehrmals in Georgien mit der Forderung, Maßnahmen für die Befreiung der spanischen Geschäftsleute zu ergreifen. Die Protestnoten und mehrere Delegationen führten bisher zu keinem Ergebnis. Erst nach dem Amtsantritt des neuen Sicherheitsministers gelang es, die Geisel zu befreien. Laut spanischer Seite war diese Befreiung erst nach Zahlung des Lösegeldes möglich. Die Verwandten von Rodrigez und Treminio vermeiden Kontakt mit der Presse und geben keine Kommentare.

Gleich nach der Befreiung verliessen die Spanier Georgien und haben seitdem nicht mehr den Wunsch, jemals wieder nach Georgien zu kommen.

(Laut der Zeitung „axali versia")