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In Deutschland präsentierte georgische
Filme und Musik
Die Tätigkeit der Deutsch-Kaukasischen
Gesellschaft "LILE"
Eka Sakalaschwili
Seit Februar
1999 existiert in Deutschland die Deutsch-Kaukasische Gesellschaft "LILE".
Die Gesellschaft gründete eine Gruppe georgischer und deutscher
Kulturfreunde. Seitdem pflegt die Gesellschaft die kulturellen Beziehungen
zwischen den kaukasischen Ländern und Deutschland.
Marika Lapauri-Burk, Musikerin
von Beruf leitet diese Gesellschaft und jedes Jahr organisiert kulturelle
Programme in Deutschland.
Im Herbst 1999 wurde das erste
Kulturprogramm von LILE e.V. in Deutschland präsentiert. Vom 1. Bis 22.
November 1999 fanden im Hamburg Georgische Kulturtage "GEORGlarte"
statt.
Neben verschiedenen Vernissagen
konnte das deutsche Publikum die Gesänge von Antschis-Chati-Chor, die
besten Muster der georgischen Filme genießen. Dabei fanden auch die
Klavierabende mit Eteri Anjaparidse statt.
Das Jahr 2000 war auch reich an
kulturellen Veranstaltungen. Im Juni wurden im Kinohaus
"Metropolis" die georgischen Filme gezeigt. Dabei wurden der
Stummfilm "Eliso" (1928) von Nikolos Schengelaja, "Meine
Großmutter" (1929) von Kote Mikaberidze, "Das Salz Swanetiens"
(1930) von Michael Kalatosov und die Kurzfilme von Michael Kobachidze
"Junge Liebe" (1961), "Karussell" (1962), "Die
Hochzeit" (1964), "Regenschirm" (1967) und
"Musikern" (1969) vorgestellt.
"Der Film der 20er Jahren
versuchte die Schlechtheit der feudal-bürgerlichen Gesellschaft und die
Fortschrittlichkeit der sozialistischen zu beweisen. So wurden auch in der
georgischen Kinematographie vulgär-soziologische Gegenüberstellungen von
Gut und Böse gestaltet. Doch es gab auch einige wirkliche Filmkunstwerke
wie "Eliso" (N.Schengelaja, 1928), "Meine Großmutter"
(K. Mikaberidze, 1929) oder "Jim Schwante" (M. Kalatosischvili,
1930).
Das Genre der Parabel-Fabel
entstand, wie heutige russische Literatur- und Filmwisseschaftler
bestätigen, im georgischen Film. Auch die sowjetische Prosa- und
Filmkunst profitierte davon. "Sapownela", 1958; "Aprili",
1964 von Otar Iosseliani; "Kortsili" (Die Hochzeit) 1964, "Kolga"
(Der Regenschirm, 1967), "Musikosebi" (Die Musiker, 1969) von
Michael Kobachidze; "Gza schinisaken" (Der Weg nach Hause,
1981), "XIX saukunis kartuli kronika" (Die georgische Chronik
des XIX. Jahrhunderts, 1978) von Al. Rechviaschvili wären hier zu nennen.
" (Prof. Dr. Natia Amiredjibi, "Die Leinwand der Zeit",
kurzer Überblick der georgischen Kunst).
Im Mai/Juni 2001 veranstaltete
die Gesellschaft "LILE" die georgische Musiktage "Haraloo".
Bei diesen Kulturtagen im Vorprogramm wurde das Buch von Fried Nielsen
"Wind, der weht – Georgien im Wandel" präsentiert. Vater
Bassil (Kobachidze) hielt gemeinsam mit dem Antschis-Chati-Chor eine kurze
Andacht zu den Georgischen Musiktagen. Im Filmhaus "Metropolis"
wurden die georgische Filme gezeigt: "Keto und Kote" ein
Musical-Film aus den 40er Jahren von Wachtang Tabliaschvili und Schalva
Gedevanischvili, "Phänomen" ein Dokumentarfilm von M.
Kokotschaschvili, "Ranina" ein Trickfilm mit Musik von Gia
Kantscheli, "Die Tage sind länger" von Lana Gogoberidze.
"Keto und Kote" ist ein
Juwel der georgischen Filmkunst. Er wurde im Jahre 1948 im Filmstudio
Tbilissi (so hieß damals das Filmstudio "Kartuli filmi")
gedreht. Als Grundlagen für diesen Film dienten das Stück "Chanuma"
von Akvsenti Zagareli und die Oper "Keto und Kote" von Viktor
Dolidze. In "Keto und Kote" sind all jene großen
Persönlichkeiten der Zeit zu sehen, die im georgischen Theater und Film
eine ganze Epoche verkörpern, so etwa Medea Djaparidze, Batu
Kraveischvili, Tamar Tschavtschavadze, Schlava Gambaschidze, Petre
Amiranaschvili, Vaso Godziaschvili, Giorgi Schavgulidze und anderen.
Der Film wurde über viele Jahre
mit andauernd großen Erfolg in Georgien gezeigt. Auch beim sowjetischen
Publikum fand er großen Anklang. "Keto und Kote" war und ist
bei den georgischen Kinoliebhaber der erfolgreichste und beliebteste Film.
Der 53 Jahre alte Hit wurde im vergangenem Jahr nach der Zuschauer- und
Journalistenumfrage zum besten georgischen Film des 20. Jahrhunderts
prämiert." (Dr. Zwiad Dolidze)
Im Mai 2002 organisierte die
Gesellschaft "LILE" das Kurzfilmprogramm "Cinema
Georgien" wobei die besten Mustern der georgischen Kurzfilme
vorgestellt wurden. "Alawerdoba" (1962) von Giorgi Schengelaja,
"Serenade" (1968) von Kartlos Chotiwari, "Irisis Iberika"
(1982) von Gogita Tschkonia, "law-Nana" (Wiegenlied, 1983) von
Nargiza Gardapkhadze, "Varationen auf Pirosmani" (1985) von
Sergo Paradjanov, "Kvevri" (Der Krug, 1970) von Irakli
Kvirikadze, "Mogzauroba sopotschi" (Reise nach Sopot, 1980) von
Nana Djordjadze, "Stumrebi" (Die Gäste, 1991) von Dito
Tsintsadze und die Filme von David Kobachidze.
"Georgien, die kleine Nation
am Rande des Kaukasus, ist ein großes Filmland mit eigenständiger
Tradition. Die Filme zeichnen sich durch einen subversiven Humor aus.
Regisseure wie Tengis Abuladse und Otar Iosseliani entwickelten ihre
eigene Filmsprache, um Wahrheiten an der Zensur vorbei zu formulieren. Sie
fanden dabei einen universellen Ton, so das ihre Filme auch außerhalb
Georgiens große Resonanz fanden. Eine besondere Stellung nahm Kurzfilme
ein, lassen sich hier doch Situationen und Aussagen besonders gut
Zuspitzen." (Gisela Kruse, 27. Mai 2000)
"Die Filmtitel sind
schlicht. Sie heißen "Junge Liebe" und "Karussell",
"Der Krug" oder "Die Gäste", und ihr Inhalt ist
hintersinnig, humorvoll oder poetisch-surreal. Von der Zensur bedrängt,
entstanden in Georgien Leinwand-Parabel, Filme von magischen Realismus,
doppelbödigen Bildern, Filme an der Grenze zur Malerei, zum absurden
Theater, Hommagen an den Stummfilm und den Chaplinesken Humor"
(Hamburger Abendblatt, 23. Mai, Sabine Danek "Ein Brunnen voller
Ideen").
Deutsch-Kaukasische Gesellschaft e.V.
Marika Lapauri-Burk
Max-Bauer-Alle 68
22765 Hamburg
Tel./Fax: +49(0)40 389 22 22
E-Mail: info@lile.de
www.lile.de
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