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Das Mosaik von Bitschwinta
Eka Sakalaschwili
Das Mosaik von Bitschwinta stammt aus dem
IV.-V.Jahrhundert und damit war der Boden einer dreischiffigen Basilika
(V. Jh.) ausgestattet (Die Ruinen der Basilika wurden bei den
archäologischen Arbeiten 1952 auf dem Bitschwinta–Kap entdeckt).
Relativ besser war das Mosaik der Altarapside und des Taufraums erhalten
geblieben (zur Zeit ist der größte Teil des Mosaiks im Kunstmuseum
Georgiens aufbewahrt). Das Mosaik von Bitschwinta besteht aus viereckigen
Stücken des bunten Steins (weiß, porfiriumrot, gelb und schwarz), den
man vor Ort vorfindet, und aus der Mischung von gemahlenem Ziegels und
Kalkstein. Der Hintergrund ist ziegelfarbig. Nach der Vermutung der
Wissenschaftler ist das Mosaik von hiesigen Meistern gefertigt worden.
Nach seinem Charakter ist es ähnlich der Mosaikmalerei der elinisierten
Länder des Nahen Ostens (Syrien und Palästina).
Im Zentrum der Altarapside der Basilika ist ein großes
Monogramm zu sehen, das s.g. "Khrisma", geschmückt mit den
Zeichen von "Alpha" und "Omega". An den beiden Seiten
des Monogramms befinden sich die breiten Linien der Ornamente, die als ein
Rahmen für die gesamte Komposition gelten können. Links vom
"Khrisma" ist ein Zweig mit Blumen und Früchten zusammen mit
Vögeln zu sehen. Die Komposition ist mit geometrischen Ornamenten
(Romben, Dreiecken, Kreisen) geschmückt.
Nach der griechischen Inschrift wurde die Basilika von
einem "Oreli" gebaut, sie datiert aus der zweiten Hälfte des
IV.Jahrhunderts. Sie hat eine fünfeckige Vorsprungsapside sowie an der
westlichen Seite einen Narthex. Die Basilika wurde mehrmals zerstört und
wieder aufgebaut. Außer der Apside und dem Taufraum sind die Fragmente
der Mosaike auch in den Nord– und Südschiffen erhalten geblieben. Das
Kompositionszentrum der Altarmosaik ist ein Springbrunnen
("Lebenswasser") mit den Darstellungen von Vögeln, Hirschen und
Rehen. Hier befinden sich auch die Figuren der heiligen Kuh und des
heiligen Kalbs. Das Apsidemosaik ist nach der künstlerischen Analyse, der
Kompositionseinheit und dem Kolorit ein interessantes Ereignis in der
georgischen Malerei. Besser ist das Mosaik des Narthex` erhalten. Auch
hier wiederholt sich die Darstellung des Springbrunnens. Auf dem
Springbrunnen links und rechts sitzen die Vögel, verschiedene
geometrische Figuren schließen die in den Kreisen eingesetzten Vogel–
und Fischzeichnungen ein. In den verschiedenen Teilen der Kirche sind die
Bilder von Hirschen und Lämmern zu sehen. Im südlichen Schiff sind die
Fragmente des Mosaiks nicht – religiösen Charakters (Elefant, Triton,
verschiedene geometrische Figuren).
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