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Mahnfeuer in Kazbegi
Bernard Batschelet
Auf Einladung von Bergsteigerfreunden hielt sich ein Team
der internationalen Bergschutz-Organisation MOUNTAIN WILDERNESS anfangs
August in Georgien auf und machte mit einer eindrücklichen Aktion auf die
weltweite Bedrohung der Gebirge aufmerksam. MW hat sich in georgien mit
fast allen wichtigen Umwelt- und Gebirgsrelevanten Organisationen
zusammengesetzt, um zu prüfen, wie die Organisation ihr profundes
ökologisches und touristisches Wissen in Georgien einbringen kann. MW ist
bereit, in Georgien sich nachhaltig zu verpflichten, wenn die lokalen
Partner der Berggebiete, auch breitere Bergsteigerkreise, eine
Zusammenarbeit wünschen.
Das "Feuer in den Alpen" hat mahnende
Funktion, richtet sich gegen die Zerstörung oder unverhältnismässige
Verschandelung der Gebirgswelt in ganz Europa. Es hat keinerlei rituellen
oder gar religiösen Hintergrund, wie ein paar Kirchenvertreter in
Georgien vermuteten. Es ist gedacht als sozialer Punkt, wo sich
gleichgesinnte Bergfreunde treffen.
der einheimischen bevölkerung ebensoviel bringt wie "harter" Massentourismus, aber die natürlichen Ressourcen schützt und für spätere Generationen bewahren hilft. "Harter Tourismus", wie er in den Haupt-Tourismusorten Westeuropas betrieben wird, zerstört mittelfristig sein eigentliches touristisches Kapital, unversehrte Berglandschaften und traditionelle Kulturlandschaften, mit immer grösseren Investitionen (Hotels, Bahnen, Strassen, Parkplätze etc.). Intelligenter Ökotourismus lehrt die Touristen, wie man sich in der Natur und in traditionellen gesellschaftlichen Gegebenheiten schonend und genussreich bewegt, um ein Maximum an unverwechselbaren Erlebnissen vom fernen Reisen zurückzutragen. |