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"Eile langsam"
Eter Mesurnischwili Präsident Saakaschwili macht kein Geheimnis daraus,
dass das Hauptziel seiner Präsidentschaft die Wiedervereinigung des
Landes ist. Er hält auch die georgische Politik in seinem Sprechtempo ab.
In den acht Monaten seit der Rosenrevolution hat seine Regierung keine
Atempause gehabt. Zunächst folgten die Präsidentschafts- und
Parlamentswahlen, die "kleine" Rosenrevolution in der autonomen
Republik Adschara und als nächstes Ziel steht schon seit einem Monat die
Regelung der Situation im autonomen Gebiet Südossetien an. In Adschara
erfolgte dies relativ leicht und schnell, was aber nicht der Fall im
südossetischen Gebiet ist. Die dortige "selbstbestimmte"
Regierung will nichts Gemeinsames mit Georgien zu tun haben, oft auch
gegen den Willen der örtlichen Bevölkerung. In den russischen Medien
erklärt der Präsident der südossetischen Regierung Eduard Kokoiti, dass
Südossetien nur in Richtung Russland gehe. Die georgische Regierung
versucht dieses Problem komplex zu lösen: nicht nur politisch, mit
Verhandlungen mit der örtlichen Regierung sowie mit Russland, aber auch
mit der Regelung der sozialen und wirtschaftlichen Probleme der
ossetischen Mitbürger. Humanitäre Hilfen als Lebensmittel und
landwirtschaftliche Dünger sowie Renten von der georgischen Regierung und
Sommerferien in Adschara für ossetische Kinder hatten eine wohlwollende
Reaktion in der ossetischen Bevölkerung gehabt. Man kam gerne entgegen,
was dagegen eine Empörung der südossetischen Regierung und ihres
Präsidenten hervorrief. Eine bedeutende Rolle spielt bei der Sache nach
wie vor Russland. Mit dem Argument, dass in diesem Gebiet viele seiner
Bürger wohnen, versucht es mit den zugelassenen und nicht zugelassenen
Mitteln sich bei dem Konflikt zu beteiligen. Nach Angaben der
internationalen Medien sind in Südossetien abchasische, russische und
kasakische Freiwilligeneinheiten eingefunden, die unter Leitung der
örtlichen Regierung und manchmal sogar persönlich des dortigen
Präsidenten Kokoiti militärische Manöver durchführen. Nachts wird
Richtung der georgischen Dörfer geschossen, was die Beängstigung der
örtlichen georgischen Bevölkerung und der georgischen Friedenstruppen
zum Ziel hat. Die Kriegswaffe beziehen die ossetischen Einheiten ebenfalls
aus Russland. Einige Partien davon wurden in der vorigen Woche von den
georgischen Friedenstruppen angehalten und beschlaggenommen.
Naturkatastrophe in Swaneti Die nächtlichen Regengusse am 15. Juli in
Oberswaneti zu einem Erdrutsch, welcher 5 oberswanetische Dörfer vom
Kreiszentrum abriß und größtenteils zerstörte. Diese Naturkatastrophe
hat das Leben eines jungen Mannes gefordert. |