022 - Der neue Notrufdienst in Georgien

    In Georgien wurde eine Notrufzentrale eingerichtet. Sie ist unter der Nummer 022 von jedem Handy aus kostenlos zu erreichen. Von der Dispatcherzentrale, deren Operatoren im 24-Stunden-Dienst arbeiten, werden die Notrufe an die entsprechenden Streifenpolizeidienste weitergeleitet, die sie dann bearbeiten. Die Notrufzentrale nimmt Meldungen über Brände, medizinische Notfälle, Autounfälle, Straftaten, Unglücksfälle und Zwischenfälle entgegen.
    Die in Georgien neue Notrufnummer 022 ist der amerikanischen 911 ähnlich. In den ersten Tagen ihrer Arbeit gingen bei der Dispatcherzentrale während einer Periode von 24 Stunden zweitausend verschiedene Meldungen ein. Der Anruf der Notrufnummer 022 wird in Zukunft aus allen Orten Georgiens möglich sein.

Wahlen, die Georgien nicht anerkennt

    Am 3. Oktober 2004 fanden in der selbsternannten Republik Abchasien Präsidentschaftswahlen statt.
    Als Präsidenten kandidierten fünf Personen: der ehemalige Ministerpräsident Abchasiens Raul Chadshimba, der Generaldirektor von "Tschernomorenergo" Sergei Bagabschi, der ehemalige Premierminister Anri Tshergenia, der Führer der "Volkspartei" Jakob Lakoba und der ehemalige Außenminister Abchasiens. Sergei Schamba.
    An der Wahl haben sich dreiundachtzigtausend Menschen beteiligt. .
    Der von den Russen favorisierte Nachkomme des ehemaligen Präsidenten Abchasiens Wladislaw Ardsinba und der Kandidat Raul Chadshbimba, der den Stimmberechtigten ein unabhängiges Abchasien versprach, konnten im Wahlkampf nicht punkten.
    Der Generaldirektor von "Tschernomorenergo" Sergei Bagabschi setzte sich mit einem Plus von 5000 Stimmen gegenüber Raul Chadshimba durch. Der zweite Präsident der selbsternannten Republik Abchasien ist damit mit fünfunddreißigtausendzweiundneunzig Stimmen Sergei Bagabschi geworden. Den Ausschlag für seinen Sieg gaben wohl die Einwohner des Bezirks Gali, die überwiegend Georgier sind und sich ebenfalls an der Wahl beteiligten.
    Laut Vorsitzendem der Zentralen Wahlkommission Sergei Smir gab es bei diesen Wahlen keine ernsten Verstöße.
    In Suchumi fanden nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse zahlreiche Protestaktionen statt.
    Die georgische Regierung gab keinen Kommentar zu diesen Wahlen, weil sie sie nicht als legitim halten.

Nachrichten bearbeitet von Maja Kobaidse, Quelle: Zeitung "24 saati"